IFishMan räumt weiterhin Preise ab! Dr. Thomas Klefoth und Sebastian Theis wurden vom Albrecht Daniel Thaer-Institut ausgezeichnet!

Fischbiologie, Angler, Fischereimanagement

Die Reihe der Auszeichnung reisst nicht ab! Dieses mal wurden Dr. Thomas Klefoth sowie Sebastian Theis für ihre Abschlüsse mit Bestnote am 4.7.2018 vom Albrecht Daniel Thaer-Institut ausgezeichnet.

Die Doktorarbeit (summa cum laude) von Thomas Klefoth mit dem Titel „The phenotypic correlates of individual vulnerability to angling“, wurde vergangene Woche als hervorragende Promotionsleistung mit dem Albrecht-Daniel-Thaer-Förderpreis ausgezeichnet. Verliehen wird der Preis vom Förderverein für Agrar- und Gartenbauwissenschaften an der Humboldt-Universiät zu Berlin. Die mit der Bestnote summa cum laude abgeschlossene Dissertation stellt das Ergebnis langjähriger experimenteller und konzeptioneller Forschungsarbeiten zur Fangbarkeit von Fischen mit der Handangel dar. Betreut durch Professor Doktor Robert Arlinghaus und finanziert durch ein Promotionsstipendium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt konnte Thomas Klefoth als wesentliches Ergebnis erstmals empirisch feststellen, dass hoher Angeldruck und fischereiliche Entnahme von Hobbyfischern zur Evolution von Schüchternheit bei Fischen führen kann. Die entsprechenden Ergebnisse wurden im Rahmen von insgesamt zehn peer reviewed Artikeln in teilweise hochrangigen Zeitschriften (bspw. Trends in Ecology and Evolution, PNAS, Evolutionary Applications) publiziert. Interessierte können die gesamte Arbeit hier herunterladen.

 

Darüber hinaus wurde unserem ehemaligen Masterstudenten Sebastian Theis der mit 300€ dotierte Förderpreis für Agrar- und Gartenbauwissenschaften der Humboldt Universität zu Berlin für einen herrvoragenden Masterabschluss 2017 am 4 Juli 2018 verliehen. Thematisch hatte Herr Theis in seiner Masterarbeit „Food-dependent development of behavioural types in Heterandria formosa “ untersucht. Hauptziel des Experiments war die Beobachtung und Quantifizierung unterschiedlicher Verahltenstypen und deren Entwicklung über die Lebensgeschichte eines Tieres und der potentielle verhaltensveränderende Einfluss unterschiedlicher Futtermengen. Als Fokus Spezies wurde Heterandria formosa, eine kleine lebendgebährende Fischart verwendet. Besonders Interaktionen zwischen speziellen Lebensabschnitten, Futtermenge und Geschlecht zeigten äußerst interessante Korrelationen. Futter spielte demnach eine geringere Rolle was Verhaltensmuster angeht als zuerst angenommen. Je nach Lebenstadium und Geschlecht nahm Futtermenge eine sehr spezifische verhaltensveränderende Rolle ein, welche mit zunehmendem Alter zusehends abnahm. Zudem konnten wir mit den gewonnenen Verhaltensdaten die Entwicklung von sowohl intra als inter-individuellen Verhaltensunterschieden beobachten. Seine Ergebnisse zeigten die Konsoliderung von Verhaltenstypen mit zunehmendem Alter aufgrund inter-individueller Unterschiede zwischen den einzelenen Versuchsfischen, während intra-individuelle Verhaltensvariblität konstant blieb. Hier geht es zur kompletten Arbeit.

 

Wir freuen uns, dass zum erneuten Male fischereiliche Themen ausgezeichnet wurden.

Das ganze IFishMan gratuliert recht herzlich!


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