Baiba Pruse – Teamplayerin aus Lettland im BAGGERSEE-Projekt

Baggersee

Seit August 2017 ist die lettische Doktorandin Baiba Pruse am Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) als Praktikantin im BAGGERSEE-Projekt tätig. Ende Dezember wird sie nach vier Monaten in Deutschland wieder in ihre Heimat zurückkehren. Dies soll kein Abschied für immer sein.

Baiba arbeitet neben ihrer Promotion an der Universität von Lettland noch als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Umweltlösungen, ebenfalls in Lettland. Hier ist sie vor allem in die Bereiche Ethnobotanik und Bürgerwissenschaften involviert. Ihr Interesse für Fischereimanagement wurde durch ihre Masterarbeit bestärkt, in der sie sich mit der ökonomischen Bedeutung von Wildlachsen in Lettland beschäftigte. Von ihrem Praktikum erhoffte sich Baiba weitere Einblicke in das Fischereimanagement.

 

Ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Sie hat in den letzten Monaten viel über die ökologische Bedeutung der Fische erfahren. „Es gibt niemals zu viele Freunde für Fische“, ist ihr erster Kommentar zu ihrer Zeit im BAGGERSEE-Projekt. Im Team hat sich Pruse, die ihren Bachelorstudiengang in Dänemark und ihren Master in Schweden absolvierte, von Anfang an wohl gefühlt. „Ich habe das Gefühl, dass ich mich künftig jederzeit in Forschungsfragen mit den anderen austauschen kann. Auch dann, wenn ich nicht mehr hier bin und in ganz anderen Projekten arbeite.“ Besonders angetan ist sie von der umfangreichen Feldarbeit an den diversen Baggerseen. „Jeder Befischungstag war besonders, da man nie wusste, was einen unter der Wasseroberfläche des nächsten Baggersees erwartet."

 

Ende Dezember wird Pruse zunächst nach Lettland zurückkehren. Wenn es nach ihren Wünschen und denen der inzwischen zu Freunden gewordenen Berliner Team-Kollegen geht, kehrt sie schon bald - dann für eine längere Zeit - ans IGB zurück, um dort ihre in Lettland begonnene Promotion in einem neuen Forschungsprojekt abzuschließen. Dies wird jedoch nur mit einer entsprechenden finanziellen Förderung möglich sein, die erst noch eingeworben werden muss. Auch ihren derzeitigen Aufenthalt in Deutschland verdankt die 27jährige Wissenschaftlerin einer Förderung: Sie kam im Rahmen des ERASMUS-Austausch-Programms nach Berlin.

 

Für die Zukunft wünscht Baiba dem BAGGERSEE-Projekt alles Gute und den Anglern „Viel Petri Heil“.



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