Angeln in der Mitte der Gesellschaft: Die öffentliche Wahrnehmung der Freizeitfischerei mit der Angel in den alten und neuen Bundesländern

Peer-reviewed

Das Freizeitangeln steht in Deutschland, wie auch in anderen entwickelten Ländern, aus Gründen des Tier- und Naturschutzes unter gesellschaftlichem Druck. Teilweise wird sogar ein Angelverbot gefordert. Um die Debatte zu versachlichen, wurde die Wahrnehmung und Bewertung des Angelns während der Freizeit aus Sicht der deutschen Allgemeinbevölkerung in einer repräsentativen Befragung erhoben. Ein Erhebungsschwerpunkt lag auf Tierschutzaspekten. Die Datenanalyse erfolgte im Rahmen einer Kontrastierung der Einstellungen in den alten und den neuen Bundesländern. Vermutet wurde, dass sich die Perspektive auf das Angeln in beiden Gebieten systematisch voneinander unterscheidet. Es zeigte sich, dass die Menschen in den neuen Ländern dem Hobbyangeln gegenüber nicht nur deutlich wohlwollender eingestellt waren, sondern sich auch in anderen Aspekten der Einstellung zur Umwelt und zum Tierschutz sowie in ihren wildtierbezogenen Wertorientierungen von den Menschen in den alten Ländern unterschieden. Die Ergebnisse werden vor dem knapp skizzierten Hintergrund der sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in der alten BRD und der ehemaligen DDR interpretiert. Die Umfragedaten stellen den Zustand in 2008 dar. Eine Aktualisierung in der heutigen Zeit wird empfohlen.

Riepe, C., Arlinghaus, R. 2021. Angeln in der Mitte der Gesellschaft: Die öffentliche Wahrnehmung der Freizeitfischerei mit der Angel in den alten und neuen Bundesländern. Zeitschrift für Fischerei. Artikel 7: 1-18.


Published : 2021
Appeared in : Zeitschrift für Fischerei, 9, 1-18