Dokumentierte und vermutete Auswirkungen einer intensiven Angelfischerei und Ausblick für das Management

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Die Fischbestände in Flüssen, Seen und den Ozeanen werden seit Jahrtausenden fischereilich genutzt. Eine steigende Nachfrage nach Fischprotein und technologischer Fortschritt haben im 20. Jahrhundert zu einer immer intensiveren fischereilichen Nutzung geführt, vor allem in den Weltmeeren. Folglich wurde die Fischerei mehrfach als Hauptursache für den Rückgang mariner Fischbestände identifiziert (Pauly et al., 2002). Im Gegensatz zu den Verhältnissen in den Weltmeeren sind in den Binnengewässern in erster Linie fischereifremde anthropogene Einflüsse für die Gefährdung der Fischpopulation verantwortlich (Collares-Pereira et al., 2002). Fischereitreibende haben über die fischereiliche Gewässerbewirtschaftung ("Hege und Pflege") in vielen Fällen zur Stützung und zum Erhalt von Süßwasserfischbeständen beigetragen. Global betrachtet hat allerdings auch die Fischerei zur Beeinträchtigung einiger Fischpopulationen in Binnengewässern geführt, v. a. in den Gewässern, in denen die Bestände bereits durch nichtfischereiliche Einflussfaktoren (z. B. Habitatverlust rückläufig waren (Freyhof, 2002; Allan et al., 2005).

Arlinghaus, R., Lewin, W.-C. (2005). Dokumentierte und vermutete Auswirkungen einer intensiven Angelfischerei und Ausblick für das Management. In: Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (Hrsg.), Integrierter Gewässerschutz für Binnengewässer: Maßnahmen zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser. 4. Stechlin-Forum, 28.-30. Oktober 2005, 55-76.


Published: 2005
Appeared in: In: Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (Hrsg.), Integrierter Gewässerschutz für Binnengewässer: Maßnahmen zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser. 4. Stechlin-Forum, 28.-30. Oktober 2005, 55-76