Führt Fischbesatz zur Steigerung des Bestandes? – Ein Praxisprojekt bei BAGGERSEE

Baggersee

Seit Oktober absolviert Stefan Mäurer (Angler, Biologiestudent) ein Praxisprojekt bei BAGGERSEE. Er studiert an der Universität Potsdam Ökologie, Evolution und Naturschutz und wird im Anschluss an das Praxisprojekt, das im Frühjahr 2019 endet, am IGB seine Masterarbeit im sozial-ökologischen Bereich der Angelfischerei in Niedersachsen beginnen.

Sein Praxisprojekt beschäftigt sich zunächst mit der Fragestellung, ob Fischbesatz zur Steigerung des Bestandes führt. Dafür werden die Fangdaten der vier Besatz-Projektseen aus den Jahren 2016 und 2017 (vor dem Fischbesatz) mit den Fangdaten von 2018, nachdem die Seen besetzt wurden, verglichen. In die Analysen werden überdies Daten von 2016-2018 aus unbesetzten Kontrollseen einbezogen, um so mögliche Änderungen der Fischgemeinschaften, die nichts mit Besatz zu tun haben (z. B. aufgrund von Wetterschwankungen), einrechnen zu können.

Die vor einigen Wochen durchgeführte Herbstbefischung zählt dabei als der praktische Teil des Praxisprojekts. Zu den praktischen Aufgaben gehörten das E-Fischen, das Setzen und Einholen von Stellnetzen im Uferbereich und die Datenaufnahme der Fischbestände. Anhand dieser Daten und der bereits in den Vorjahren vom BAGGERSEE-Team erhobenen Daten soll nun errechnet werden, ob Fischbesatz zur Bestandssteigerung bei den Arten Brasse, Hecht, Rotauge, Schleie und Zander beigetragen hat.  Die Ergebnisse sollen im Februar beim Treffen der projektbegleitenden Arbeitsgruppe in Hannover erstmals vorgestellt werden.


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