Masterarbeit zur Lebensraumnutzung durch Fische in der Uferzone von Baggerseen

Baggersee

Im kommenden Herbst plant Andreas Maday seine Masterarbeit mit dem Thema „Raum-zeitliche Nutzung von Uferlebensräumen durch Fische in Baggerseen“ abzuschließen, die ersten Probennamen sind im Herbst 2018 gelaufen. Die Masterarbeit untersucht wie Fische im Verlauf von 24 Stunden (also Tag und Nacht) und über die verschiedenen Jahreszeiten die Uferzonen von Baggerseen nutzen.

Dabei wird auch festgehalten, wie die Tiere die im Zuge der Projektumsetzung eingebrachten Totholzbündel und Flachwasserzonen nutzen. Insbesondere sollen Vorlieben für bestimmte Uferlebensräume (Holz, Pflanzen, offene Uferbereiche) erforscht werden, und wie diese Vorlieben von Fischart zu Fischart und von Lebensstadium zu Lebensstadium über die Tageszeit und im Jahresgang variieren. Um alle Jahreszeiten abzudecken, sind insgesamt vier Elektrobefischungen geplant, je eine pro Jahreszeit. Die erste Befischung fand vom 17.10.2018 – 28.10.2018 statt. Befischt wurden alle acht
Projektgewässer, in denen Totholz eingebracht und zum Teil zusätzlich ein Flachwasserareal geschaffen wurde.

Die Elektrofischerei wurde vom Boot ausgeführt, dabei wurden verschiedene Unterwasserstrukturen wie Schilf, künstliches Totholz, natürliches Totholz, submerse Makrophyten und überhängende Bäume befischt und mit dem offenen Ufer verglichen.

Tagsüber wurde mindestens zwei Stunden nach Sonnenaufgang und nachts zwei Stunden nach Sonnenuntergang gefischt. Die Fische wurden gemessen und anschließend wieder schonend zurückgesetzt. Zusätzlich wurden Wasserproben genommen, um pH- und Phosphor-Werte, Sauerstoff-Tiefenprofil und andere Parameter zu erfassen. Jeder befischte Punkt wurde mit einem GPS Punkt versehen, und es wurden genaue Daten zu seiner Beschaffenheit erfasst: Tiefe, Entfernung zum Ufer, Beschaffenheit des Grundes, Substrat-Art (Sand, Kies, Lehm, organisches Material), Komplexität der Struktur (dichter Schilfgürtel oder eher lose, einfacher Ast oder Totholzbündel). Darüber hinaus wurde auch die umliegende Struktur des befischten Punktes erfasst.

Um einen Ausfischungseffekt zu vermeiden, wurden tagsüber andere Punkte als nachts befischt. Ab Mitte Januar wird die nächste Befischung stattfinden, die weiteren Befischungen sind für April und Juli vorgesehen. Danach steht die Auswertung der Daten an.


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