BAGGERSEE auf Befischungstour in Brandenburg

Baggersee

In erster Linie stellt BAGGERSEE die Auswirkungen des traditionellen Fischbesatzes anderen Hegemaßnahmen gegenüber, die auf die Aufwertung des Lebensraumes gerichtet sind. Bei den intensiven Befischungen im Projekt ist deutlich geworden, dass anglerisch bewirtschaftete Baggerseen eine durchschnittlich höhere Fischartenvielfalt und gleichzeitig eine stärkere Ähnlichkeit in ihrer Fischartenzusammensetzung aufwiesen als unbewirtschaftete Gewässer. Um den Einfluss der fischereilichen Hege noch umfassender zu untersuchen, werden nun auch natürliche Seen in die Analyse mit einbezogen.

Im August und Oktober war BAGGERSEE-Mitarbeiter Sven Matern vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei jeweils etwa eine Woche mit mindestens vier weiteren Helfern in Brandenburg unterwegs, um insgesamt sechs natürliche, anglerisch und fischereilich unbewirtschaftete Seen in Brandenburg zu untersuchen. Von allen Seen wurden Tiefenkarten erstellt und auch Umweltvariablen wie die Sichttiefe oder der Nährstoffgehalt fanden Berücksichtigung. Den Hauptteil der Untersuchung machten die Befischung mittels Elektrofischerei und 40m langer Multimaschenstellnetze aus. Zusätzlich zu diesen eigens erhobenen Daten erhält BAGGERSEE vergleichbare Daten von natürlichen, anglerisch bewirtschafteten Seen. Auf dieser Datengrundlage soll nun eine Referenzfischgemeinschaft für Baggerseen erarbeitet werden.
 


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