Richtigstellung zur Nordkurier-Berichterstattung „Angleransturm setzt Hechten um Rügen und Usedom zu“

, Sozial-Ökologie , Fischereimanagement , Fischbiologie , Angler , Fischereiökologie , Projekt Boddenhecht

Besendertet Boddenhecht wird zurückgesetzt, Foto: Philipp Czapla

Im aktuellen Nordkurier-Artikel „Angleransturm setzt Hechten um Rügen und Usedom zu“ wurden Zwischenergebnisse aus dem BODDENHECHT Projekt ohne Rücksprache mit dem Projektteam in Teilen fehlerhaft wiedergegeben oder missinterpretiert. Außerdem werden Projektmitarbeitern nicht autorisierte, falsche Zitate in den Mund gelegt.

 

Die wesentlichen richtigzustellenden Aussagen sind:

1. Der Boddenhechtbestand ist nicht überfischt.

2. Der Boddenhechtbestand ist auch nicht überangelt.

3. Der aktuell abnehmende Trend der Größe des Boddenhechtbestandes ist durch viele ökologische Einflussfaktoren begründet, die schlecht verstanden sind. Die Aussagen, dass isoliert die Angler oder gar Angeltouristen für den Hechtrückgang verantwortlich zu machen sind, sind nicht belegt. Bereits durch das Mindestmaß wird eine Überangelung wirksam vermieden.

4. Wir als Forscher*innen sind ausschließlich für wissenschaftliche Analysen zuständig. Wir plädieren für keine spezifischen Bewirtschaftungsmaßnahmen und haben keine diesbezüglichen Vorlieben.  Die Bewirtschaftungsempfehlungen erarbeitet  projektbegleitend eine aus Interessengruppen zusammengesetzte Arbeitsgruppe.

 

Eine detaillierte Würdigung weiterer Fehler und Auslassungen findet sich in einer umfangreichen Richtigstellung. Dieser Text wurde der Nordkurier-Redaktion schriftlich zugesandt mit der Bitte um Richtigstellung der fehlerhaften Darstellungen.

 

Wir distanzieren uns von der Schuldzuweisung an die Angler im Nordkurier-Artikel und bedauern sehr, dass es wegen des Artikels zu Irritationen gekommen ist. Unser Anspruch ist, dass die Faktenlage stets sachlich und objektiv wiedergegeben wird. Wir können leider nicht beeinflussen, wenn Dritte von diesem Anspruch abweichen. Wir freuen uns sehr über das Interesse an dem Projekt und bedanken uns für das hohe Engagement und das lebhafte und stets kooperative Arbeiten mit Anglern, Guides und Fischern auf Augenhöhe.

 

Prof. Dr. Robert Arlinghaus und Team


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