Hallo ###USER_name###,

Für den 21. März 2020 war eine öffentliche Vortragsveranstaltung zu aktuellen Themen rund um den Boddenhecht und seine fischereiliche und anglerische Nutzung in Greifswald geplant. Aufgrund der COVID-19 Pandemie mussten wir die Veranstaltung leider schweren Herzens absagen. Wann genau wir die Veranstaltung nachholen können, ist unklar.

Um die Wartezeit zu verkürzen, wird in diesen Newsletter über die wichtigsten Zwischenergebnisse des BODDENHECHT Projekts informiert. Diese hier dargestellten Inhalte sollten eigentlich bei der Vortragsveranstaltung in Greifswald öffentlich präsentiert und diskutiert werden.

Ein wichtiger Hinweis vorweg: Die nachfolgend schlaglichtartig zusammengefassten Zwischenergebnisse entsprechen dem Forschungsstand im BODDENHECHT Projekt etwa ein Jahr nach Projektbeginn. Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse, die mit Unsicherheiten behaftet sind. Es kann sein, dass nach Vorliegen weiterer Daten und Analysen einige Aussagen modifiziert werden müssen. Der Newsletter dient der Zwischeninformation, er ist nicht als zitierfähige wissenschaftliche Quelle anzusehen. Die belastbare Quelle umfasst die nach einem Begutachtungsverfahren publizierte Originalpublikation in Fachzeitschriften, in der auch die methodischen Schritte im Detail dargelegt werden. Für letzteres ist im Newsletter leider kein Platz.

Wir wünschen eine interessante Zwischenlektüre zur Boddenhechtökologie und zur Hechtfischerei an den Bodden.

Mit freundlichen Grüßen Ihr

Robert Arlinghaus und alle Projektmitarbeiter*innen des BODDENHECHT-Teams



Fischereientwicklung an den Bodden

Wir haben untersucht, welche Bedeutung der Hecht für die Küstenfischereibetriebe hat, wie viele Arbeitsplätze durch den Angeltourismus generiert werden und welche Mengen Hecht durch Fischer und Angler aus den Bodden entnommen wurden. Aktuell fischen rund 160 Haupterwerbsfischer an den Bodden. Der Fischereiertrag der Berufsfischer sinkt seit der Wende, während die Angler mehr und mehr Hecht aus den Bodden fangen. Rund 50.000 Personen angelten alleine 2015 an den Bodden. Von den Ausgaben der Boddenangeltouristen hängen in der Region 300 Arbeitsplätze ab, vor allem in der Beherbergung.

Lesen Sie die detailierten Ergebnisse zur Entwicklung der Boddenfischerei.



Zustand der Boddenhechtpopulation

Erste, nichtrepräsentative Befragungsergebnisse im BODDENHECHT Projekt zeigen: Angler, Guides und Fischer nehmen die Entwicklung der Boddenhechtbestände und –fänge unterschiedlich wahr. Insbesondere die von uns befragten Angler berichten von rückgehenden Hechtfängen und rückgehenden Fängen von Meterhechten. Allerdings variieren die Entwicklungen von Bodden zu Bodden. Insbesondere am Greifswalder Bodden sind die Hechtfänge stark rückläufig. Insgesamt zeigen erste bestandskundliche Analysen, dass der Hechtbestand an den Bodden nicht zusammengebrochen, aber scharf befischt ist und eine Größenüberfischung bereits angesetzt hat.

Wann gilt ein Bestand als überfischt? Was ist Überfischung aus wissenschaftlicher Sicht? Prof. Dr. Robert Arlinghaus klärt auf. Lesen Sie den Artikel im Blinker.

Lesen Sie die bisherigen Ergebnisse zu den Boddenhechtbeständen.



Umwelteinflüsse auf die Boddenhechte

Die Bodden weisen stark unterschiedliche Salzgehalte auf. Für eine erfolgreiche Reproduktion der Süßwasserfischart Hecht müssen die Salzgehalte dauerhaft unter 10 PSU bzw. 10 Promille liegen. Über den Salzgehalt hinaus ist die Populationsgröße des Hechts in erster Linie von der Ausdehnung der Unterwasserpflanzen abhängig: Je trüber und ärmer an Wasserpflanzen ein Gewässer, desto weniger Hechte und desto mehr Zander kommen vor. Entsprechend sind die klareren Bodden hechtreicher als die trüben Bodden, in denen der Zander dominiert. Wir haben die verschiedenen Umwelteinflüsse auf die Boddenhechte  in den verschiedenen Bodden zusammengefasst und bewerten den Stand des Wissens zu den Einflussfaktoren.

Lesen Sie die detaillierten Ergebnisse zu den Umwelteinflüssen.



Hechtbewirtschaftung

Hechte können über drei Wege bewirtschaftet werden. Besatz, Lebensraummangement und Regulierung der Befischungsintensität. Wir fassen zusammen, was andere Ostseeanrainer (vor allem in Dänemark und Schweden) für Hechtbestand in den Brackwassergebieten unternehmen, schließen aus, dass Hechtbesatz Erfolg versprechend ist und erläutern wie sich das Entnahmefenster im Vergleich zum gängigen Mindestmaß auf die Boddenhechte auswirken würde. Außerdem stellen wir vor, welche wichtige Aufgabe der aus Vertretern verschiedener Interessengruppen bestehenden Boddenhecht-Arbeitsgruppe im Projekt zukommt.

Detaillierte Ergebnisse zur Hechtbewirtschaftung an den Bodden finden Sie hier.



www.ifishman.de


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