StörBagger - ein neues Forschungsprojekt zur Wirkung von Anglern auf Natur und Umwelt

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Angler haben eine wichtige ökologisch-hegerische Funktion, zum Beispiel im Rahmen der Bewirtschaftung von Gewässern und beim Fischartenschutz. Vermehrt wird allerdings auch auf die mögliche Störwirkung von Anglern und des Angelns auf Tiere und Pflanzen hingewiesen, zum Beispiel durch Trittschäden oder das Aufscheuchen von uferbrütenden Singvögeln. Welche wissenschaftlich-belastbaren Erkenntnisse gibt es zu diesem Themenfeld? Und falls Angler eine Störwirkung aufweisen, wie stark ist sie und wie unterscheidet sie sich – wenn überhaupt – von der Störwirkung durch andere Gewässernutzungsformen? Finanziert durch eine neue Kooperation von drei Landesanglerverbänden aus Niedersachsen, Sachsen und Bayern, werden seit dem 01.06.2018 in einem dreijährigen Forschungs- und Entwicklungsprojekt namens StörBagger die Auswirkungen des Angelns auf die biologische Vielfalt an Gewässern im Vergleich zu anderen Freizeitaktivitäten am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin untersucht. Im Ergebnis sollen konkrete Empfehlungen für eine bessere Harmonisierung von Angelfischerei und naturschutzfachlichen Zielen auf der Grundlage wissenschaftlicher Fakten entstehen.

Schafft, M., Arlinghaus, R. (2018). StörBagger - ein neues Forschungsprojekt zur Wirkung von Anglern auf Natur und Umwelt. Fischer & Angler, 4/2018, 25-26


Veröffentlicht: 2018
Erschienen in: Fischer & Angler, 4/2018, 25-26