Praxis: Was frisst der Karpfen?

Buchkapitel

Karpfen lassen sich besser als jede ander Fischart über Anfüttern an das Aufsuchen bestimmter Futterplätze konditionieren. Die Art des Futters ist dabei fast zweitrangig. Zwar nehmen Karpfen vor allem freie Aminosäuren und bestimmte pH-Unterschiede als Futterlockstoff wahr, aber auch einfacher Hartmais, der kaum Attraktoren ausströmt, führt nach Anfüttern über ein paar Tage zur Versammlung futterwilliger Karpfen. Unter Anglern wird heftig die Frage der Zusammensetzung von Karpfenködern und ihre Fängigkeit diskutiert. High Nutritive (HNV) Boilies sollen länger fangen, während Kohlhydrat-Boilies ohne größeren Nährwert (Futterboilies) oder gar Mais vor allem "instant" erfolgreich sind. In der Tat wirkten Partikel als Alleinfutter in unseren älteren Tankversuchen nach einigen Tagen abschreckend. Unter natürlichen Bedingungen ist jegliches Angelfutter aber immer nur Ergänzungsfutter.

Arlinghaus, R. (2018). Praxis: Was frisst der Karpfen? In: Höferer, S. (Hrsg.), Anglerführer Berlin/Brandenburg Special. Nature Vision, Brieskow-Finkenherd, 100-101


Veröffentlicht: 2018
Erschienen in: In: Höferer, S. (Hrsg.), Anglerführer Berlin/Brandenburg Special. Nature Vision, Brieskow-Finkenherd, S. 100-101.