Forellensee - Vom bösen Angelteich – Hoch lebe der Angelteich

Populärwissenschaftlicher Artikel

Eine wissenschaftliche Perspektive auf den „Forellenpuff“ von Prof. Dr. Robert Arlinghaus

Darüber reden die meisten (angelnden) Männer nur hinter vorgehaltener Hand: „Nein, auf keinen Fall. Das ist nur was für eine kleine, verdorbene Minderheit, ich doch nicht!“. Für die anderen ist das Angeln im Forellenpuff sogar die Extremform des Circus Maximus und ganz und gar frevelhaft. Die Satzforellen könnte man doch auch gleich schlachten und verspeisen. Sie nochmal aussetzen, um sie dann nach einigen leidvollen Runden im Forellenteich erneut quälend in den Kescher zu hieven? Wie kann man nur daran denken! Einige Gerichte urteilten genauso. Und seitdem brechen sich einige Behördenvertreter einen ab, indem sie Mindestkarenzzeiten nach dem Aussetzen und andere Dinge vorschreiben oder empfehlen, um bloß nicht in den Verdacht der Förderung des bösen „Put-and-Take“-Angelns zu kommen.

Arlinghaus, R. (2020). Forellensee - Vom bösen Angelteich - Hoch lebe der Angelteich. Blinker, 4/2020, 72-77


Veröffentlicht: 2020
Erschienen in: Blinker, 4/2020, 72-77