Hechte am Haken der Wissenschaft

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Biss, Anhieb, Drill … Peng! Weg sind Köder und Fisch! Der Schnur-Riss ist der Super-GAU, vor allem beim Spinnfischen. Doch was passiert eigentlich, wenn ein Hecht mit einem Wobbler oder Blinker im Maul herumschwimmt? Wer kennt die Situation nicht. Seit Stunden kurbelt man den Blinker, Wobbler oder Gummifisch durchs Wasser. Außer ein paar Hänger gab es nichts Auffälliges. Plötzlich – ein Ruck in der Rute, kurzer heftiger Widerstand und… ab. Verdammt. Das darf doch nicht wahr sein! Der einzige Hecht des Tages, und es reißt die Schnur kurz über der Verbindung zum Stahlvorfach. Gerade geflochtene Schnüre geben manchmal nach, nachdem Hänger, Steine und Ähnliches Spuren in den kleinen Fasern hinterlassen. Und manchmal geht der große Räuber auch auf den kleinen Barschköder ohne Stahl. Schade um den teuren Köder. Aber vielleicht noch viel wichtiger – wie geht es eigentlich dem Hecht nach dem Abriss? Verludert er elendig? Oder kann er den Kunstköder abschütteln? Und wenn ja, wann?

Arlinghaus, R. (2020). Hechte am Haken der Wissenschaft. Blinker, 5/2020, 44-48


Veröffentlicht: 2020
Erschienen in: Blinker, 5/2020, 44-48