In einem aktuellen Interview spricht Prof. Dr. Robert Arlinghaus über die Forschung hinter seiner Auszeichnung als National Champion 2025 und darüber, was diese Ergebnisse für den praktischen Gewässerschutz bedeuten.
Eine zentrale Aussage des Interviews ist, dass ökosystembasierte Bewirtschaftung artenfokussierte Schutzmaßnahmen deutlich übertrifft. Maßnahmen wie Fischbesatz, die häufig mit guten Absichten eingesetzt werden, haben sich als wenig wirksam bei der Wiederherstellung von Fischbeständen erwiesen. Dagegen können Habitatverbesserungen und die Wiederherstellung ökologischer Prozesse nachhaltige und messbare Vorteile für die Biodiversität in Binnengewässern bringen.
Prof. Dr. Arlinghaus betont zudem, dass diese Erkenntnisse auf vielen Jahren enger Zusammenarbeit mit Praxisakteuren und der Zivilgesellschaft beruhen, insbesondere mit Anglerinnen und Anglern. Die gemeinsame Arbeit vor Ort war entscheidend, um Managementansätze unter realistischen Bedingungen zu testen und praxisrelevante Lösungen zu entwickeln.
Vor dem Hintergrund mehrerer miteinander verknüpfter globaler Krisen unterstreicht das Interview die Bedeutung transformativer und interdisziplinärer Forschung. Wissenschaft kann nur dann Wirkung entfalten, wenn sie robust ist, verständlich kommuniziert wird und tatsächlich Eingang in Entscheidungsprozesse findet.
Das Interview macht außerdem deutlich, dass Durchhaltevermögen entscheidend ist: Auch wenn Erfolg zunächst unwahrscheinlich erscheint, kann die langfristige Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis zu echtem und dauerhaftem Wandel führen.
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