Neue Publikation: Anglerkompetenz beeinflusst Fangraten und Fischwohl

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Eine neue Studie von Forschenden des Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei und der Humboldt-Universität zu Berlin untersucht, wie sich die Erfahrung von Anglerinnen und Anglern sowie die Hakengröße auf den Fangerfolg und Verletzungen von Fischen in der Angelfischerei auswirken.

In einem kontrollierten Feldexperiment, das über drei Jahre in Nordostdeutschland durchgeführt wurde, analysierten die Forschenden nahezu 2.000 Fischfänge beim Stippangeln auf kleine Süßwasserfische.

Die Ergebnisse zeigen, dass erfahrene Angler etwa doppelt so viele Fische pro Zeiteinheit fingen wie weniger erfahrene Angler. Gleichzeitig verursachten unerfahrene Angler häufiger blutende Verletzungen bei den Fischen, was die Bedeutung von Erfahrung und sachgerechtem Umgang mit Fischen in der Angelfischerei unterstreicht.

Interessanterweise hatte die Hakengröße in dieser Studie keinen nachweisbaren Einfluss auf Fangraten oder Verletzungen.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass menschliche Faktoren wie die Anglerkompetenz einen erheblichen Einfluss auf fischereiliche Daten und das Fischwohl haben können. Diese Aspekte sollten daher in der fischereilichen Bewirtschaftung sowie in Studien, die auf Fangdaten von Anglern basieren, stärker berücksichtigt werden.

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