Das Jahr des Lachses

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Der Atlantische Lachs ist zum Fisch des Jahres 2019 ernannt worden – für uns Angler ein gutes Zeichen. Aber welchen Stellenwert hat er in der Bevölkerung? Die Fischereiwissenschaftler Prof. Dr. Robert Arlinghaus, Dr. Carsten Riepe und Dr. Sophia Kochalski haben sich der Frage angenommen.

Der Lachs in deutschen Gewässern, diese Vorstellung scheint in weiter Ferne zu liegen – oder in der Vergangenheit. War der Lachs früher in Deutschland heimisch, starb er hier in den 50er Jahren aus. Zwar gibt es zahlreiche Projekte und Initiativen, um ihn erneut anzusiedeln, doch wieder zu Hause ist der Lachs hierzulande noch nicht. Dennoch gilt er für viele Angler und andere Akteure im Naturschutz als „Flaggschiffart“ des Gewässerschutzes. Die Annahme: Der Lachs ist in der Öffentlichkeit bekannt und wie kaum ein anderer Fisch ein Indikator für intakte, durchgängige Lebensräume. Wenn er zurückkehrt, können auch andere, in der Öffentlichkeit weniger bekannte Arten in seinem Kielwasser folgen. Wir haben untersucht, ob der Lachs in der deutschen Bevölkerung tatsächlich so beliebt ist und schätzen ab, wie sich seine Bekanntheit nutzen lässt, um auch andere Projekte des Natur- und Artenschutzes zufördern.

Arlinghaus, R., Riepe, C., Kochalski, S. (2019). Das Jahr des Lachses. Blinker, 7/2019, 54-57


Veröffentlicht: 2019
Erschienen in: Blinker, 7/2019, 54-57