Fangmeldung markierter Boddenhechte

Markierter Hecht mit Sender im Wasser, Foto: Dominique Niessner


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Markierte Hechte in den Boddengewässern Mecklenburg-Vorpommerns

Wandern die Hechte zwischen den einzelnen Bodden und wenn ja, wie weit eigentlich? Wie rasch wachsen einzelne Hechte? Und wo liegen die wichtigsten Laichgebiete?

Um Antworten auf diese und andere Fragen zu bekommen, fangen Mitarbeitende des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) im Rahmen des Forschungsprojekts BODDENHECHT seit Februar 2020 Hechte in den verschiedenen Boddengewässern rund um Rügen. Unterstützt wird das Forschungsteam durch Boddenfischer und Guides aus der Region. Die Fische werden nach dem Fang markiert und lebend wieder ausgesetzt.

Die Hechte werden derzeit v. a. in folgenden Gewässern markiert und freigelassen:

Greifswalder Bodden, Gewässer zwischen Hiddensee und Rügen, Nordrügener Bodden, Peenestrom sowie in den Flüssen Peene und Barthe.
Die Fische können aber überall auftauchen, auch in den Süßwasserzuflüssen.

Markiert und Besendert

Äußerlich sind die Tiere mit einer dünnen, farbigen (weißen oder orange-gelben) Fähnchenmarke gekennzeichnet. Die Fähnchenmarke ist unterhalb der Rückenflosse in die Flossenstrahlen eingesetzt. Darauf findet sich die Internetadresse www.boddenhecht-forschung.de, Informationen zur Fang- bzw. Meldeprämie und eine individuelle Hecht-Nummer (ID).

Einige Hechte sind zusätzlich mit einem elektronischen Peilsender ausgestattet, der entweder unsichtbar in der Bauchhöhle oder sichtbar von außen angebracht ist.

Es lassen sich insgesamt drei Arten von markierten Hechten unterscheiden:

  1. Hechte mit einer orange-gelben Fähnchenmarke unterhalb der Rückenflosse (ohne Peilsender).
  2. Hechte mit einer weißen Fähnchenmarke und einem im Bauchraum einoperierten, von außen nicht sichtbaren elektronischen Peilsender.
  3. Hechte mit einer weißen Fähnchenmarke und einem im Rückbereich des Tieres extern angebrachten, von außen sichtbaren elektronischen Peilsender.

 


Was tun mit einem markierten Fisch?

Wenn Sie als Fischer, Angler oder Händler einen markierten Hecht fangen oder sehen, melden Sie diesen bitte an uns zurück, im Idealfall zusammen mit Angaben zu Hecht-Nummer (ID auf Fähnchenmarke), Fangdatum, Fangort, Fanggerät & Fischlänge.

Sie können den Hecht, sofern maßig und außerhalb der Schonzeit gefangen, ganz normal entnehmen. Sie können ihn aus wissenschaftlichen Gründen aber auch wieder zurücksetzen, da die Wissenschaftler auch aus den Wiederfängen etwas über Wanderungen und vor allem das Wachstum ablesen können.

Ein Zurücksetzen ist bei Fischen mit weißen Fähnchenmarken besonders gerne gesehen, da die Fische teure Sender tragen.

Lassen Sie die orange-gelbe bzw. weiße Fähnchenmarke bitte am Fisch, sofern Sie ihn zurücksetzen.

Elektronische Peilsender senden Sie bitte an uns zurück, sofern Sie den Hecht mitnehmen oder er stirbt.
Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Zur Erinnerung: lebende Fische mit Sender im Bauch (erkennbar an weißer Fähnchenmarke, aber äußerlich nicht erkennbaren Peilsender) wenn möglich zurücksetzen. Wenn Sie den Fisch entnehmen oder er tot ist, den Sender hingegen bitte aus der Bauchhöhle entfernen und ihn per Post zurücksenden.
  • außen angebrachte elektronische Sender stets vom Hecht abmachen und zurücksenden, auch wenn der Hecht zurückgesetzt wird.

 

Prämien und Preise

Alle gemeldeten Erstfänge von Fischen mit weißen Fähnchenmarken (d. h. Fische mit Peilsendern) erhalten eine Prämie von 100 Euro. Alle gemeldeten Erstfänge von Fischen mit orange-gelben Fähnchenmarken sowie alle Meldungen von Wiederfängen von Fischen nehmen an einer Verlosung von Preisen bis 500 Euro pro Preis teil.

Ob es sich um einen Wiederfang handelt oder nicht, teilt Ihnen das Forschungsteam nach der Meldung mit.


Fangmeldung

Selbstverständlich werden Ihre Meldungen anonym ausgewertet und niemals mit Ihnen als Person in Verbindung gebracht. Auch werden wir niemals Ihren Namen zusammen mit Fangorten in Verbindung bringen – Datenschutz ist uns sehr wichtig!

 

Hier Fangmeldung abgeben

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Besenderten Hecht gefangen?

Bitte melden Sie sich bei uns:
Telefon: +49 (0) 160 944 78 446
E-Mail: niessner[at]igb-berlin.de

Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)
Projekt BODDENHECHT
Müggelseedamm 310
12587 Berlin


Bügelreuse, Foto: Dominique Niessner
Hecht wird vermessen, beprobt und operiert
Hecht in Kescher wird untersucht, Foto: Dominique Niessner

Boddenhecht Untersuchung, Foto:Dominique Niessner